Bericht zum Play-Off Halbfinale gegen den 1. BC Beuel (von Mike Joppien)
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Die Revierduelle zwischen
dem FC Langenfeld und dem BC Beuel sind immer etwas Besonderes und ein
Garant für ausgeglichene und hochklassige Spiele. Und auch dieses
Mal entwickelte sich ein Duell, dass beide Seiten nicht so schnell
vergessen werden.
Lautstark unterstützt von einer ca. 40-köpfigen Fangruppe gelang dem Team des FCL bereits im auf den Freitagabend vorgezogenen Hinspiel in Beuel die (Vor-)Entscheidung um den Einzug ins Finale. Mit einem überragenden 8:0 Sieg hatte selbst beim FCL niemand gerechnet. Bundesligaobmann Günther Joppien hatte zuvor ein 5:3 oder 6:2 als Zielergebnis ausgegeben. Während der FCL in voller Besetzung antreten konnte, musste der BC Beuel vollständig auf den Einsatz von Petra Overzier aufgrund ihrer Schwangerschaft verzichten. Ihr Ersatz Mareike Busch zeigte großen Einsatz und stand aber letztlich im Damendoppel und - einzel auf verlorenem Posten gegen die starken Polinnen des FCL. Dies waren dann auch Punkte, die für Langenfeld sicher eingeplant waren. Vorentscheidend waren dagegen die Herrendoppel. Im ersten Herrendoppel zogen Björn Joppien und Przemek Wacha ihr Angriffsspiel in beeindruckender Weise durch und ließen beim 21:14/21:12 Marc Zwiebler und Ingo Kindervater keine Chance. Eine nervenaufreibende Partie wurde dann das zweite Herrendoppel. Nach einem guten Start von Thorsten Hukriede und Mike Joppien kamen die Beueler Wu Yunyong und Ian Maywald stark auf und gewannen den ersten Satz 21:18. Im zweiten Satz blieb es bis zum 19:18 für Beuel völlig ausgeglichen. Mit einer guten Aufschlagphase gingen die letzten Punkte alle auf das Konto der Langenfelder und die drohende Niederlage konnte zunächst abgewendet werden. Und im dritten Satz konnte sich nie eine Paarung entscheidend absetzen. Erst am Ende waren es wiederum die Langenfelder, die mit dem nötigen Quäntchen Glück und Einsatz die entscheidenden Zähler zum 21:18 für sich verbuchen konnten. Somit stand es bereits 4:0, denn das Dameneinzel war bereits vor dem Ende des 2.Herrendoppels beendet. Im zweiten Einzel zwischen Marc Zwiebler und Przemek Wacha zeigte Marc, dass er wieder auf einem guten Weg ist, aber letztlich setzte sich der in den letzten Wochen sehr erfolgreiche Langenfelder mit 21:17/21:19 durch. Björn Joppien hatte in der Vorrunde lediglich ein Einzel verloren - gegen Wu Yunyong in Beuel. Diesmal spielte er von Anfang an sehr konzentriert und motiviert. Nachdem Björn den ersten Satz deutlich gewann, führte Wu fast den ganzen zweiten Satz. Im Endspurt konnte sich Björn dann aber doch mit 21:19 durchsetzen. Parallel zum ersten Einzel lief das Mixed. Hier hatte man sich nach den Ergebnissen der letzten Spiele auf Langenfelder Seite durchaus eine Chance ausgerechnet. Überraschend deutlich ging der erste Satz mit 21:13 an Kostiuczyk/Joppien. Doch Overzier/Kindervater kämpften sich in die Partie und gewannen den zweiten Satz nach einem wechselhaften Verlauf in der Verlängerung. Im dritten Satz war bis zum Seitenwechsel alles ausgeglichen. Danach zogen die Langenfelder jedoch davon, sicherlich auch begünstigt durch etwas Resignation auf Beueler Seite durch die Niederlage Wus in der Phase. Das abschließende Einzel dominierte Andi Wölk ungewöhnlich deutlich mit 21:12/21:8. Die Freude auf Langenfelder Seite war selbstverständlich riesig, denn dieser Sieg bei lediglich zwei abgegebenen Sätzen war eigentlich gleichbedeutend mit dem Einziehen ins Finale. Mit diesem absolut unerwarteten Ausgang war jedoch damit für das Rückspiel in Langenfeld die Spannung raus und es wurden keine allzu große Zuschauerkulisse erwartet. Erfreulicherweise fanden doch rund 300 Zuschauer den Weg in den Halle und sie sollten auch noch etwas für ihr Eintrittsgeld geboten bekommen. Zum einen wurde jedem ein kostenloses Stück Kuchen und ein Getränk angeboten. Und zum anderen sicherten die Beueler einem Gespräch zwischen den Verantwortlichen beider Vereine und den Schiedsrichtern zu, 6 Spiele austragen zu wollen. Für diese faire Entscheidung im Sinne der Zuschauer gebührt den Beuelern Respekt und ein großes Dankeschön! Ingo Kindervater war am Sonntag nicht mehr anwesend, sodass das erste Doppel und das Mixed mit Marc Hannes als Ersatz nicht ausgetragen wurden. Die Spiele mit Damenbeteiligung wurden ähnlich klar wie im Hinspiel von den Langenfeldern gewonnen. Das zweite Doppel entwickelte sich wiederum zu einer knappen Angelegenheit und ging in den dritten Satz. Leider zerrte sich Marc Zwiebler bereits im ersten Satz den Oberschenkel und schließlich wurden sie Schmerzen so groß, dass ein Weiterspielen nicht mehr möglich war. Somit fiel das zweite Herreneinzel aus, sodass Przemek Wacha als einziger Langenfelder Spieler einen komplett freien Tag hatte. Das erste Herreneinzel bot noch einmal Spitzensport vom Feinsten. In einem spannenden Dreisatzmatch behielt am Ende erneut Björn Joppien knapp die Oberhand. Doch Beuel ging nicht ganz ohne einen Sieg aus dem Wochenende. Ian Maywald zeigte sich sehr motiviert und besiegte Andi Wölk ähnlich deutlich wie er zuvor verloren hatte. Das Erreichen des Finals ist bereits einer der größten Vereinserfolge, denn trotz der langen Bundesligazugehörigkeit ist dies "erst" die dritte Play-Off-Finalteilnahme des FCL. Nach dem Meistertitel 2004 war man in den vergangenen beiden Jahren denkbar knapp im Halbfinale gescheitert ist. Der Finaleinzug ist somit eine schöne Belohnung für eine bislang hervorragend verlaufene Saison. Das Finale wird nun am 21./22.4. ausgetragen. Bitte vormerken: Das Heimspiel in Langenfeld findet am 22.4. ab 14 Uhr in der Konrad-Adenauer-Sporthalle statt. Die Chancen stehen bei 50:50. Das Duell der beiden stärksten Teams der Saison wird wohl über die Tagesform entschieden und zwei packende Duelle sind programmiert. Nach den Vorrundenergebnissen ist alles möglich und mit gutem Selbstvertrauen geht der FCL in die entscheidenden Spiele. Mike Joppien: "Wir wollen zeigen, dass der Sieg in Bischmisheim kein Ausrutscher war und hoffen, dass für uns dieses Jahr der Spruch 'Aller guten Dinge sind drei' gilt". |
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